Description
Fjodor M. Dostojewski. Der Großinquisitor. Vorzugsausgabe. - Belletristik Kunstbücher Geschichte Essen & Trinken Wissenschaft Ratgeber Design Fjodor M. Dostojewski. Der Großinquisitor. Vorzugsausgabe.. 19 x 28 cm, 56 S., 24 farb. Abb., Fadenheftung, Steifbroschur, Schuber, lim., 120 Expl., sign., num., Grafik 18 x 27 cm, Federzeichnung als Giclée auf Bütten, sign. Beschreibung In Dostojewskis berühmter Erzählung als Teil des Romanwerks »Die Brüder Karamasow« tritt der greise Großinquisitor dem nach fünfzehn Jahrhunderten tatsächlich wieder auferstandenen und unter dem Volk wandelnden Christus entgegen und lässt ihn verhaften, um ihn als Ketzer auf dem Scheiterhaufen der Inquisition verbrennen zu lassen. Vordergründig ging es Dostojewski dabei vor allem um die Kritik am römischem Papsttum und der katholischen Kirche, welcher er den reinen und unverfälschten apostolischen Glauben des russischen Volkes gegenüberstellte. Zunehmend ist der Text im 20. Jahrhundert aber auch als vorweggenommene Parabel auf den modernen totalitären Staat interpretiert worden. So heißt es etwa bei Albert Camus: »Von Paulus bis Stalin haben die Päpste ... die Bahn den Caesaren geöffnet, die sich nur für sich selbst entscheiden.« Und schon Aldous Huxley, der Verfasser der im Jahr 1932 erschienenen Dystopie »Brave New World«, warnte am Ende der 50er-Jahre in der Rückschau auf die Terrorsysteme des Stalinismus und Nationalsozialismus: »Wenn man bedenkt, wie wenig die Großinquisitoren der früheren Zeiten wussten und wie armselig sie ausgerüstet waren, erscheinen ihre Leistungen erstaunlich. Ihre Nachfolger aber, die gut unterrichteten, wissenschaftlich gründlich geschulten Diktatoren der Zukunft, werden zweifellos fähig sein, noch weit Besseres zu leisten.« In der Gegenwart scheint sich diese düstere Prophezeiung in vielen totalitären Staaten der Erde angesichts moderner digitaler Überwachungsmethoden und Kontrolle über die sozialen Medien bereits erfüllt zu haben. Beunruhigend ist dabei vor allem auch die Tatsache, dass in ehemals demokratischen Ländern zunehmend autoritäre Regierungen durch freie Wahlen an die Macht kommen. Trifft denn die Behauptung des Großinquisitors zu, wonach die Menschen nichts mehr beunruhigt und peinigt als die Freiheit Und folgen sie den marktschreierischen Parolen der immer zahlreicher werdenden Populisten nur wegen des Versprechens auf »Brot« - sprich steigenden Konsum und Wohlstand Insofern ist die Inquisitor-Erzählung gerade auch heute - unabhängig von den bei Dostojewski noch im Vordergrund stehenden religiösen Fragestellungen - ein höchst aktueller und brisanter politischer Text, der in der Gegenüberstellung mit Rainer Ehrts oft doppelbödigen und unverwechselbar ironischen Federzeichnungen dazu einlädt, neu gelesen zu werden und als stetige Warnung vor der weltweiten Bedrohung unserer Freiheit durch totalitäre und populistische Machthaber zu dienen. Die signierte und nummerierte Vorzugsausgaben im illustrierten Schuber wurde mit einer offenen Fadenheftung gebunden, in Handarbeit als aufwendige Steifbroschur zusätzlich liegt eine signierte Grafik des Künstlers bei. ISBN 13: 1477854 Sachgruppen: Hardcover/Belletristik/Erzählende Literatur/Hauptwerk vor 1945 Sprache: Deutsch Kurzbeschreibung Titel: Fjodor M. Dostojewski. Der Großinquisitor. Vorzugsausgabe., Sprache: Deutsch, Maße: 28.00x19.00x2.00 cm, Gewicht: 400 g, Verkäufer: ebay@froelichundkaufmann.de, Schlagworte: Der Großinquisitor, Fjodor M. Dostojewski, Literatur, Klassiker bis 1900, Buch, Illustriert von Rainer Ehrt Powered by INFORIUS
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